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Diese Damen, auf die der VKII sich stützt - Interview mit Frau Caroline Kouegoua

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Image Frau Caroline Kouegoua, Mitglied vom VKII (Verein Kamerunischer IngenieurInnen und InformatikerInnen von Deutschland), ist eine Ingenieurin tätig im Nuklearbereich in Deutschland. Sie ist eine eifrige Aktivistin in Sache Beteiligung und Engagement von afrikanischen Frauen an der Entwicklung von Afrika. Sie beweist es durch ihre Tätigkeit sowohl innerhalb des VKII, als auch in anderen Vereinen oder Initiativen innerhalb der afrikanischen Diaspora in Deutschland. Mit unserem Kommunikationsteam hat sie sich unterhalten können.

VKII-COM: Zum Beginn möchten wir uns für deine Verfügbarkeit herzlich bedanken. Erzähl uns bitte etwas über dich, wer ist Caroline Kouegoua?

Frau Caroline Kouegoua (CK): Ich heiße Caroline Kouegoua und ursprünglich komme ich aus Kamerun. Nachdem ich dort erfolgreich ein „wissenschaftliches“ Abitur abschließen konnte, hatte ich die Chance in Deutschland zu studieren, und genau gesagt an der Eliten Technischen Universität in München (TUM). Nach dem Studium der „Informationstechnik“ mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik, begann ich meine berufliche Karriere in den Norden im Rückbau des Kernkraftwerks Stade. Momentan bin ich als Projektingenieurin in der Entsorgung radioaktiver Abfälle tätig.
Zu meiner Person, ich bin sehr offen für andere Kulturen, und das hilft mir sehr in neuem Umfeld schnell und einfach mich zu integrieren. Der interkulturelle Austausch ist meiner Meinung nach ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft. Mit meinen gesammelten Erfahrungen engagiere ich mich sehr in der afrikanischen Gesellschaft.

VKII-COM: Seit wann bist du denn VKII-Mitgliederin?

CK: Ich erinnere mich, dass es bei dem „Challenge Camerounais“ war, das 2011 in Hamburg stattfand. Genau Dort bin ich Mitglieder des VKII geworden.

VKII-COM: Was war für dich den entscheidenden Antrieb dich beim VKII zu engagieren?

CK: Natürlich, nachdem mir der Präsident der VKII, seinen Verein vorgestellt hatte, fand ich die Initiative sehr gut. Mir wurde es klar, um diesen zu unterstützen sollte ich Mitglied werden, und genau das tat ich.
Durch seine Aktivität beteiligt sich der VKII an die Entwicklung ein ganzes Kontinent. Da ich der Meinung bin, dass wir als Afrikaner alle mitmachen sollen, leiste ich durch meine Mitgliedschaft automatisch einen Beitrag zur Zukunft unserer Kindern,zur Entwicklung eines ganzen Kontinents.

VKII-COM: Außer des VKII e.V, kennen wir dich als sehr engagierte Person für die Rechte der Frauen in der kamerunischen Diaspora Deutschlands. Könntest du uns einige deiner Initiativen und Aktivitäten vorstellen?

CK: Sehr gerne. Aber zuerst möchte ich eine kleine Korrektur anbringen: ich engagiere mich nicht für die Rechte der Frauen, sondern auch für ein ganzen Kontinent mithilfe der Frauen. So habe ich 2006 mit anderen Frauen aus Kamerun einen Verein der „Dynamische Frauen“ gegründet mit dem ziel, an die Entwicklung Kameruns bzw. Afrikas etwas beizutragen. Wegen einer Umstrukturierung befinden wir uns momentan in einer Baustelle.
Dieser Verein findet sein Grundkonzept aus unserer Tradition, in der die Mitglieder sich gegenseitig unterstützen. Der Verein versucht unserer aktuellen Lage in der Gesellschaft zu wiederspiegeln, d.h. in der Bildung, in der Gesundheit, im sozialen Leben und noch mehr. Wir engagieren uns in unserer Gesellschaft, indem wir Themen ansprechen, wie beispielweise die Geschlechtskrankheiten, das Studium und noch mehr. Wir versuchen damit die Lücken, die wir immer wieder feststellen zu füllen, oder einfach mal die Ahnungslosigkeit zu minimisieren.
Der Verein wird hauptsächlich von Frauen geführt, einen Vorteil zieht aber eine ganze Gesellschaft daraus.

VKII-COM: Am 26.Juli 2013 warst du eine der VKII-MitgliederIn, die den Verein bei dem Pan-Afrikanischer Frauentag in Potsdam vertreten hast. Könntest du uns mehr über deine Teilnahme an dieser Veranstaltung sagen?

CK: Ich bekam vom Vorstand eine Mitteilung über die Veranstaltung, wo von afrikanischen Frauen durchgeführte oder realisierbare Projekten für Afrika vorgestellt wurde. Das sind z.B. Projekte wie „Ecopia“ und „Green Energy für Cameroon“. Meine Teilnahme war mehr Neugier, weil ein Projekt in Afrika zu realisieren, ist überhaupt nicht einfach. Ich wollte wissen wie die Unternehmerinnen und Unternehmer es zu Stande gebracht haben. Es gab viel Austäusche, interessante Gespräche und Tipps und noch mehr. Für die zukünftig afrikanischen Unternehmerinnen und Unternehmer war das sehr ermutigend und erfahrungsreich.

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Frau Kouegoua (in der Mitte) während des Panafrikanischen Frauentages in Potsdam
 

VKII-COM: Was war für dich persönlich besonders bemerkenswert und positiv während dieser Veranstaltung?

CK: Wenn man sich mit dem Thema „Afrika und Zukunft“ beschäftigt, gibt es nicht Besseres als solche Veranstaltung zu besuchen. Es besteht immer die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, weiter zu denken, indem man andere Menschen trifft, die etwas anderes machen aber immer mit dem selben Ziel „für unsere AFRIKA etwas zu tun“, Alle Zusammen sind wir stärker.
Das Netzwerk wird erweitern, ich lernte starke Frauen ("Power Women") kennen, wie die Journalistin und Unternehmerin Frau Marie-Roger Biloa und die Unternehmerin Frau Dr. Mitslal Kifleyesus-Matschie, zwei Botschafterinnen S.E. Frau Sitona Abdalla Osman aus SÜD Sudan und S.E. Frau Clémentine Shakembo Kamanga aus den Demokratischen Kongo.
Frau Marie-Roger Biloa legte ein Akzent auf zwei Wörter „Thing Big“, es war ein Appel für die ganzen AfrikanerInnen, sich mehr zu trauen, über den Tellerrand zu schauen.
Es gab viel Austausch, und mich haben besonders Denen Mut, Denen Engagement und Denen Stärke sehr beeindruckt.

VKII-COM: Eins der wichtigsten Themen auf der Veranstaltung, die diskutiert wurde, war die Rolle der afrikanischen Frauen in der Gesellschaft unseres Kontinents und seiner Diaspora heutzutage.
Diese Rolle hat sich (unserer Meinung nach) geändert. Sie wurde von der Antike bis zum Mittelalter, wo wir einen starken und wohlhabenden Afrika mit Frauen u.a. als Staatsoberhaupt oder Militärführer hatten, immer unwichtiger. Würde man sich zum Beispiel auf dem Buch von Frau Sylvia Serbin, «Reines d'Afrique et héroïnes de la Diaspora noire».
Als Ingenieurin der afrikanischen Diaspora, wie würdest du diese Situation analysieren?

CK: Über die Vergangenheit kann ich mich leider nicht äußern. Aber sehr gerne über die Gegenwart.
Aus meiner Erfahrung konnte ich feststellen, dass manche Frauen sich unsicher füllen. Einige sind von Ihren Partnern stark unterdrückt, sehr Viele verlernen Ihr „Selbstwertgefühl“ und damit Ihr Macht als Frauen und letztendlich wissen viele Frauen nicht was sie wirklich wollen.
Sehr oft wird uns vermitteln, um erfolgreich zu sein, dass wir uns wie Männer verhalten sollen. Ich finde diese Sicht ganz falsch. Es geht hier nicht darum wie Männer zu werden, es geht mehr darum zu wissen was wir wollen, zu wissen was wir können, zu lernen was wir noch nicht können und das alles in den entsprechenden Bereich einzusetzen. Wir können zwar sehr viel von den Männern lernen und ebenfalls umgekehrt. Wir müssen mit den Männern zusammenarbeiten, denn es geht letztendlich um Teamwork.

VKII-COM: Was ist zu tun? Angefangen bei unseren Verbänden in der Diaspora, mit einem kleinen Anteil an engagierten Frauen. Wie könnte man trotz ihrer Einschränkungen aus der Arbeit oder familiären Verpflichtungen galvanisieren?

CK: Um das Problem zu beheben, sollen ("starke") Frauen mehr Präsenz zeigen. Für Frauen und Männer soll es gewöhnlich, normal und gut sein, kompetente und mächtige Frauen bei der Arbeit, in der Regierung und überall zu sehen und zu haben. Das soll nicht nur für den VKII e.V. gelten, sondern auch für unsere Gesellschaft. Männer sollen Frauen unterstützen, nicht nur im Haushalt oder bei der Erziehung von Kinder. Denn es geht nochmal um Teamabeit. Starke Frauen brauchen starke Männer, die sie unterstützen und nicht Männer die Frauen unterdrücken um sich dabei stärker zu füllen. Dadurch würden sie mehr Raum bekommen, um sich zu entwickleln, um somit professionnelle Karriere zu machen oder sich Vereintätigkeit zu widmen.

Zum schluss sollen wir als Frauen wissen, was wir wollen, mehr Motivation zeigen, ein starkes Selbstbewusstsein haben und wagemutig sein.

VKII-COM: Wir bedanken uns Liebe Caroline für diese Unterhaltung.

CK: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und dafür bedanke ich mich sehr herzlich für die Gelegenheit und ebenfalls für die große Ehre, die sie mir damit erwiesen haben.

 
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