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Diese Damen, auf die der VKII sich stŁtzt - Interview mit Frau Divine Winter
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Frau Divine Winter ist eine junge Ingenieurin auf dem Gebiet der Elektrotechnik spezialisiert. Sie ist aktiv in der Gruppe VKII-"Energy" engagiert. Abgesehen von Ingenieurwissenschaft und sozialen Engagement, interessiert sie sich leidenschaftlich für Mode bzw. das Modeln. Mit Beschadenheit und Ehrlichkeit, hat sie sich mit unserer Kommunikationsteam ausgetauscht.
 
VKII-COM: Hallo Divine, zum Beginn möchten wir uns für deine Verfügbarkeit herzlich bedanken. Erzähl uns bitte was über dich, wer ist Divine Winter?

Divine Winter (DW): Vielen Dank erst mal, für diese Gelegenheit mich als VKII-Mitgliederin vorzustellen. Mein Name ist Divine Isabelle Winter geboren Koumdjeu, ich bin 28 Jahre jung und lebe seit 8 Jahren in Deutschland. Nach Abschluss meines Masterstudiums in Elektrotechnik an der Universität Kassel bin ich seit knapp einem Jahr wohnhaft in Sindelfingen, wo ich als Elektroingenieurin im Bereich Stromnetzplanung berufstätig bin.
Zu meiner Persönlichkeit, ich bin ein reservierter und sehr optimistischer Mensch. Ich interessiere mich für Autos, treibe gern Sport, mag viel verreisen und koche leidenschaftlich sehr gern. Zu meinen Hobbies zählt unter anderem auch Modeln. Ich arbeite in meiner Freizeit ab und zu als Model auf “Time for CD“-Basis für Agenturen sowie Amateur- oder Profi-Fotografen.

VKII-COM: Wie bist du auf den VKII aufmerksam geworden?

DW: Von der Existenz des VKIIs habe ich eigentlich immer gewusst. Als junge Studentin hatte ich aus verschiedenen Gründen leider noch keinen richtigen Antrieb gefunden, um mich da aktiv zu engagieren. Der Anschub kam dann erst während meines Masterstudiums an der Universität Kassel, wo ich als Mitgliederin der regionalen Gruppe der Ingenieure Ohne Grenzen in Kassel (INGOG) bei einem Projekt zur nachhaltigen sauberen Wasserversorgung im Dorf Bandiangseu- Westkamerun mitwirken durfte. Dabei kam einfach dieses Bedürfnis, weitere Einsätze etwas für die Entwicklung des eigenen Landes einzubringen. So fing ich an mich für die Aktivitäten der VKII näher zu informieren bzw zu interessieren bis ich vor einem Jahr beschloss dem Verein VKII beizutreten und mich in der Gruppe VKII-Energy zu engagieren.
 
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Frau Divine Winter
 
 
VKII-COM:  Seit wann bist du denn VKII-Mitgliederin?

DW: Ich bin seit fast einem Jahr in der Gruppe VKII-Energy engagiert und hoffe in Rahmen meiner Möglichkeiten mit viel Impuls bei vielen VKII-Projekten mitzuwirken, um somit meinen Beitrag für die Entwicklung von Kamerun zu leisten.

VKII-COM: Was war für dich der entscheidende Antrieb dich beim VKII zu engagieren? Besteht diesen immer noch?

DW: Wie ich vorhin schon erwähnte, ich habe mein Engagement bei der Gruppe VKII-Energy erklärt, in der Absicht einen Beitrag für die Entwicklung von Kamerun zu gewähren. Ich würde bei der Realisierung von Projekten meine persönlichen sowie fachlichen Kompetenzen bereitstellen, um eine sinnvolle Ausnutzung der bestehenden Ressourcen in Kamerun zu ermöglichen.

VKII-COM: Was kann man im Rahmen eines Engagements beim VKII lernen, entdecken oder entwickeln, wo du sagen würdest: das sollte jeder werdende bzw. berufstätige kamerunische Ingenieur(in) unbedingt erleben?

DW: Sehr interessant finde ich den Austausch mit anderen kamerunischen Ingenieuren, die die gleiche Vision trotz der unterschiedlichen Hintergründen. Noch interessanter ist dabei die Erfahrung, die man bei der Durchführung der Projekte mitnimmt. Am wichtigsten finde ich das größere Netzwerk, welches dadurch entsteht, die Kontakte, die man in Verbindung mit den Projekten sowohl in Kamerun als auch in Deutschland verknüpft. Zusammengefasst, man kann bei solchen sozialen Engagements nur gewinnen. Als Projekt, bin ich auch interessiert an das Programm für wissenschaftlichen freiwilligen Dienst des VKII , der sich in der Vorbereitungsphase befindet. Und wofür ich mich als Freiwilliger eingetragen habe.
Natürlich abgesehen von der Gruppe Aktivitäten VKII-"Energy".

VKII-COM: Was sind die für das laufende Jahr geplanten Aktivitäten von der VKII Energy – Gruppe? Welche Rolle die Divine Winter dabei?

DW: Für das Jahr 2014 steht in unserem Terminkalender die Realisierung von zwei Projekten:
Zum einen der Aufbau einer kleinen Stromerzeugung-Anlage (Photovoltaik), bestehend aus  PV-Modulen, einem Wechselrichter, einem Akkumulator, einer Lampe und einem mini Ventilator. Diese Anlage sollte als Prototyp zur Vorführung bei Auftritten des  VKIIs bzw. der VKII-Energy-Gruppe dienen. Unsere Absicht bei diesem Projekt ist es, die Aktivitäten der VKII-Energy möglichst realitätsnah zu zeigen, um Andere noch nicht engagierte kamerunische Ingenieure dazu zu bewegen bei Projekten mitzumachen und sich somit an der Entwicklung unseres Landes Kamerun zu beteiligen.
Als zweites Projekt planen wir den Aufbau einer Solarthermischen Anlage zur Wasserdesinfizierung für ländliche Regionen in Kamerun, wo sauberes Wasser schlecht zugänglich ist. Mit Hochtemperatur durch die Wärme, die  von der solarthermischen Anlage erzeugt wird, sollte das Wasser aus diesen Regionen entkeimt werden. Ziel dieses Projekts ist die Bekämpfung von Cholera in den ärmsten Regionen Kamerun.
Wir sind ebenfalls in Kontakt mit einer kleinen Kommune in Kamerun, die wir bei ihrem Elektrifizierung-Projekt unterstützen möchten.
Angesicht der Tatsache, dass wir uns in der Konzeptionsphase befinden, sind die Rollen bei der Durchführung dieser Projekts noch nicht klar definiert.
 
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Frau Winter (Links), bei der letzten VKII-Mitgliedsvollversammlung am 09.11.2013 in Frankfurt am Main
 

VKII-COM: Jetzt werden wir ein bisschen persönlicher. Aus unserer Zeit ist es unüblich weibliche Ingenieure zu treffen, die sich neben der Technik sowie der Wissenschaft mit Mode und Styling leidenschaftlich beschäftigt. Du hast dich für den Wettbewerb Miss Challenge 2014 beworben. Was möchtest du dadurch zum Ausdruck bringen?
 
DW: Mode ist aus meiner Sicht ein partieller Bestandsteil des Schwarzen Kulturs. Als Person mit afrikanischer Herkunft gehort es zu meinen Hobbys. Obwohl ich in einem typisch technischen und männlichen Bereich Tätig bin, habe ich eine große Freude bei jeder Gelegenheit, mich in Sache Styling und für die Modewelt einzusetzen, um das afrikanische Feminismus zu würdigen.
 
VKII-COM: Wir können daraus (eher) so beschließen, dass eine Frau einfach alles kann. Nun werden wir etwa provokativ sein. Was hältst du denn von der Meinung mancher Menschen über die Karriere-Kriterien bei berufstätigen Frauen im Bereich der Ingenieurwissenschaft? In wie fern deiner Meinung nach spielen subjektive Kriterien wie das Aussehen oder die Optik beim weiblichen Geschlecht? Handelt es sich dabei um Sexismus oder um einfachen Realismus?

DW: Die Denkweise finde ich zwar gewagt, aber trotzdem legitim. Das sind tatsächlich Vorurteile, die viele Männer Ingenieurinnen gegenüber haben. Aus eigener Erfahrung hier in Deutschland würde ich vom Realismus sprechen. Ich habe bis jetzt sowohl im Studium als auch im Beruf noch kein Ziel auf Grund meines Aussehens erreicht können. Deutschland ist ein sehr Leistungsorientiertes Land; hier wird die Leistung nach den tatsächlichen Fähigkeiten und nicht nach dem Aussehen bewertet. Besonders im Engineering- Bereich, der sehr maskulin geprägt ist, hat man als Frau oft Schwierigkeiten, ernst genommen zu werden, wenn es darum geht größere Verantwortungen zu übernehmen.

VKII-COM: Anhand der Zahlen von weiblichen VKII-Mitgliedern im Vergleich zu Kamerunerinnen im technischen Berufe oder Ausbildung in Deutschland oder Europa, stellt man schnell fest, dass das Engagement des weiblichen Geschlechts innerhalb des VKIIs zu gering ist. Was könnte man denn unternehmen, um diesen negativen Trend zu ändern und dadurch viele andere Frauen zu motivieren oder zu bewegen deinen Beispiel zu folgen?

DW: Meiner Meinung nach sollte zuerst jeder einen gewissen Wille bzw. eine persönliche Motivation haben, warum man seine Zeit für einen sozialen Zweck bei der VKII investieren will.
Einerseits fände ich interessanter Besonderheiten wie z.B. Wettbewerbe oder kleine Projekte gezielt nur für Frauen in die Aktivitäten der VKII zu integrieren, wo Ingenieurinnen der VKII bei der Realisierung dieser Projekte ihre Kompetenzen an junge kamerunische werdende Ingenieurinnen weitergeben könnten. Das Moto  könnte lauten: « made by Women ». Aus meiner Sicht könnten sie dabei, in Bezug auf ihre realisierten Projekte eine, besondere Affinität für die VKII entwickeln.
Anderseits wäre es nicht schlecht von der VKII, einen Schwerpunkt auf ihr Marketing zu legen, die Leute mehr zu informieren, als ambitionierte Gruppe anhand von Bildern, Videos, Reportagen über die erfolgreichen Projekte in die Öffentlichkeit anzutreten.

VKII-COM: Noch mal herzlichen Dank Divine für diese tolle Unterhaltung.

DW: Ich bedanke mich ebenfalls.
 
Interview von VKII-Kommunikationsteam durchgeführt.
 
Quelle-Bilder: Neubeck-Photo , VKII e.V.
 
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